FamilienStories

Tipps&Tricks für eine spontane Geburt

25. Oktober 2016

Also, ich will jetzt nicht einen auf verkappte Hebamme machen, denn ich hatte eine hervorragende, die mir tatsächlich viel geholfen hat, Besserwisserin, ich weiß das ich nichts weiß, sondern wirklich nur meine Erfahrungen weiter geben, die ich bei den Geburten meiner zwei Kinder erfahren habe. Natürlich gibt es kein Universalrezept, aber manchmal ist schon der ein oder andere Wink ganz hilfreich. 😉

1. Das Mantra „Ich stehe alleine im Wald, ich sehne mich nach einer Höhle“. Ich hatte das Gefühl, alleine sein zu wollen und das war in diesem Moment auch gut. So habe ich die Hebamme und auch meinen Mann nicht mehr so sehr wahr genommen, oder den Arzt der nur darauf gewartet hat, das was nicht funktioniert, damit das Geschnibbel los gehen kann. So konnte ich ganz bei mir und meinem ungeborenen Kind sein.

2. Schwangerschaftsvorbereitung/Gymnastik/Yoga. Die Beckenbodenmuskulatur erfühlen bis in den letzten Winkel. Ich muss sagen, das Training in der Schwangerschaft und auch die Schwangerschaftsvorbereitung haben schon viel gebracht.

3. Schwangerschaftsakkupunktur! Ich schwöre drauf und kann es nur jedem empfehlen.

4. 2 Wochen vor der Geburt bin ich immer in die Hocke gegangen, mit den Füßen komplett auf dem Boden habe in den Bauch rein geatmet und wieder aus. Das habe ich regelmässig gemacht. Bei jeder Gelegenheit bin ich in die Hocke. Vor allem bei dem ersten Kind war das megahilfreich.

5. Eine Geburt ist mehr als in jedem Ratgeber und Buch steht und keine Theorie. Vertrauen in den eigenen Körper ist elementar. So blöd es klingt, wer Spaß bei der Zeugung des Kindes hatte, kann sich auch bei der Geburt entspannen.

6. Ich habe gesungen. Keine Arien aber tiefe A’s und O’s waren auch sehr hilfreich. Die Wehen weg singen ist eine tolle Sache. So ganz konnte man den Schmerz nicht weg singen, aber es war immer sehr befreiend. Ich habe mich gefühlt als wäre ich in der Steinzeit und würde jemanden rufen. Allah, Gott, Jahwe, nennt ihn/sie wie ihr wollt. Jemanden habe ich gerufen um Hilfe. 😀

7. Ich habe mich durch das CTG nicht unsicher machen lassen.CTG’s sind eine tolle Sache. Aber wenn man nur noch darauf glotzt und nicht mehr bei sich selbst ist, einer Maschine mehr vertraut als dem eigenen Körper, ist es vielleicht schon voraus zu sehen, das man verkrampft und nicht entspannt.

8. Bewegen, bewegen, bewegen. Beine hoch und drauf warten bis das Kind kommt. Monsterfail. Ich bin bei beiden Kindern, bis zum letzten Tag soviel gelaufen und habe es auch intuitiv gebraucht. Ich glaube, das wir Menschen auch noch darauf programmiert sind, uns in der Schwangerschaft viel zu bewegen. Bis vor 100 Jahren haben die Frauen auf den Feldern geackert bis zum letzten Tag. diese Programmierung bekommen keine 100 Jahre weg. Egal, wieviel Angst haben, diese Angst zu überwinden und zu sagen, „egal, wenn ich meine Wehen kriege, wird das Kind nicht gleich rausrutschen. Ich fahre dann notfalls mit dem Taxi allein ins Krankenhaus.“ Kann auch schon hilfreich sein.

Ich will nochmal ausdrücklich erwähnen, das ich Kaiserschnitte auch richtig und wichtig finde. Sie haben ihren Platz. Jedoch würde ich mir wünschen, das wir Frauen mehr auf uns selbst vertrauen, auf die Kraft die wir haben. Diese Kraft kann die Zukunft unserer Kinder erstrahlen lassen.

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