FamilienStories

Was hat mein Logo mit der Türkei zu tun?

21. März 2018

Warum so ein Logo?

Ich wurde bereits ein paar Mal gefragt, was denn mein Logo mit der Türkei zu tun hätte. Das will ich in ein paar Sätzen hier erklären. Es ist entstanden während den Gezi Protesten, als ich gemerkt habe, das die Türkei so wie sie ist, irgendwie nicht mehr „meine“ Türkei ist. Ich liebe ihren Boden, ihre Wälder, ihre Musik, ihre Meere, ihre Strände ihre Schildkröten, ihre Berge, ihre Täler…immer noch…ABER…von all dem gibt es immer weniger und das macht mich traurig. Seit ich aber weiß, wer Cepni sind, bin ich nicht mehr traurig, denn Nomaden finden meistens ein neues Zuhause, wenn sie ihr altes verlassen müssen.
 

Entstehungsgeschichte

Ich wohnte wieder übergangsweise bei meinen Eltern und hatte viele Gespräche mit meinem Vater über die Türkei, die Türken an sich, die Aleviten, die Cepni. Diese sind quasi der Stamm meiner Ahnen. So hat es meine Großmutter immer gesagt. „Wir sind Cepni.“Ich wollte natürlich wissen, wer sind Cepni. Dazu aber später noch ein wenig mehr. Also saß ich in meinem Minizimmer, tatsächlich das kleinste Zimmer in unserem Haus, und zeichnete in einem kreativen Film dieses Logo. Heute sehne ich mich so sehr nach einem Tiny House und weiß endlich warum. Genetische Programmierung :D.
 

Zusammensetzung

dem Cepni Zeichen
(etwas abgewandelt)
(Cepni-Zeichen einfügen) das an zwei Stöcke erinnert, die übereinander gelegt wurden um ein Zelt zu bauen.
Die Lotusblume
Sie symbolisiert für Stärke, da jeglicher Dreck abprallt und sie ihre Form nicht verliert.
Der Kreis
steht für die Weiblichkeit, die Unendlichkeit, das Erneuernde.
Das Dreieck im Kreis
steht für die Liebe zu Gott, für mich Tengri bzw. Allah. (Es gibt für mich nur einen aber viele Wege hin).
 

Wer sind Cepni?

Cepni  sind der 21. von 24. oghusischen Stämmen nach Mahmud al-Kāschgharī. Die Çepni sind mit den Seldschuken im 11. Jahrhundert aus Zentralasien nach Anatolien gekommen. Sie spielten eine große Rolle bei der Eroberung Anatoliens, was man daran erkennt, dass im 16. Jh. ca. 45 Ortschaften ihren Namen trugen. Sie eroberten ab 1277 die byzantinischen Städte Kerasous, Kotyora und Sinope. Die Çepni griffen bis zum Zusammenbruch des Kaiserreichs Trapezunt 1461 immer wieder die Byzantiner an. Der spanische Autor Ruy Gonzáles de Clavijo berichtete während seiner Reise nach Zentralasien 1404, dass sie die Städte Giresun und Ordu kontrollieren würden. Er berichtete weiterhin, dass die Armee der Çepni etwa 10.000 Mann stark gewesen sei und unter Kontrolle des lokalen turkmenischen Herrschers Hacı Süleyman Bey gestanden hätte.Während der Herrschaft des osmanischen Sultans Selim I. wurde die Gegend um die Provinzen Giresun und Ordu sowie Beşikdüzü, Şalpazarı, Vakfıkebir (alle drei Provinz Trabzon), Koyulhisar (Provinz Sivas) und Kürtün (Provinz Gümüşhane) als Vilâyet-i Çepni bezeichnet. In dieser Zeit galten sie aber nicht, wie aus dieser Bezeichnung herausgelesen werden könnte, als staatstragendes Element, sondern als schiitische Häretiker. Der aus Trabzon stammende Mehmet Aşık schrieb über sie:

„Es ist ein Stamm von den unzivilisierten Türken, von Natur roh und von schlimmen Sitten. Ihre Sprache ist ein sehr merkwürdiges Türkisch. Unter der Vorgabe, Muslims zu sein, sind sie eine Rotte religionsloser Ketzer. Die Toren unter diesem Volke erweisen dem Schah der Schiiten eine Verehrung, nicht geringer wie — Gott behüte ! — der Gottheit. Gott vernichte sie!“[1]

Heute existieren noch Reste des Stammes in der Türkei, wo es 32 Orte mit dem Namen Çepni, Çetme, Çetmi oder Çitme gibt.

 

Typisch für Cepni

ist tatsächlich

  • die rohe türkische Sprache
  • laut beim Reden
  • lachen viel und laut
  • Essen gerne
  • trinken auch mal etwas mehr
  • ziemlich unorthodox was jegliche Religion angeht.
  • Tanri, Tengri ist die Bezeichnung für den Gott aller Cepni. Diesem liegt der Tengrismus. zugrunde
Wenn man all das so liest, könnte man meinen man hat es mit Wikingern zu tun. Ich weiß warum meine engsten deutschen Freundinnen auf jeden Fall alle echte Nordlichter sind :D.
Man sagt, ein Oghuse ist entstanden aus einer Tartarin und einem Russen. Das ist aber nur Mythologie. Die Vorstellung stört mich aber nicht :).
 
Orient in Okzident…ist ein Gefühl, ein Weg und älter als wir denken. Ich hoffe, ich konnte so einige Fragen beantworten.
 
Quelle: Wikipedia

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